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Die Anreise – Unsere Reise begann am 21. September 2009 frühmorgens mit einer Taxifahrt mit C&K Airportservice zum Flughafen Wien. Dort angekommen mussten wir uns gleich mal mit den Self-Checkin-Automaten der KLM herumschlagen. Einer konnte die Pässe nicht vernünftig lesen, und der andere gab nach dem Beantworten aller Fragen am Bildschirm nur eine lapidare Fehlermeldung aus. Eine KLM Mitarbeiterin meinte darauf nur, dass das Ding kein Papier mehr hatte um die Tickets zu drucken. Jedenfalls konnten wir nach einiger Zeit endlich unser Gepäck abgeben. Beim nächsten mal werden wir gleich am Vortag von zu Hause einchecken.
Wir hatten folgende Reiseroute mit KLM / Northwest Airlines um € 675 gewählt:
Wien – Amsterdam – Detroit – San Francisco
90 Minuten hatten wir für’s Umsteigen in Amsterdam und in Detroit waren 4 Stunden geplant. Detroit war ganz gemütlich, wir konnten ein bisschen die Füsse vertreten und eine Kleinigkeit essen. Vorher in Amsterdam jedoch war das ganze eine wilde Hetzjagd, denn unser Abflug in Wien verzögerte sich über eine Stunde, da es „technische Probleme beim Auftanken“ gegeben hat.
Nur ein paar Minuten vor dem Abflug unserer Maschine nach Detroit kamen wir endlich in Amsterdam an. Was dann folgte war eine wilde Rennerei, flankiert von Menschen mit Funkgeräten, die uns vorbei an Menschenmassen bei der EU-Ausreise-Kontrolle vorbeischeuchten, hin zu einem eigenen Schalter. Dort wurden gemütlich die Pässe kontrolliert und dann ging’s gleich wieder weiter im Laufschritt zum (natürlich) am weitesten entfernten Gate. Wir waren jedenfalls die letzten Personen, die ins Flugzeug einstiegen.
Am Flughafen Detroit warteten wir vergeblich auf unsere Koffer, die hatten es in Amsterdam leider nicht mehr ins Flugzeug geschafft. Eine freundliche Northwest Airlines Mitarbeiterin meinte, wir sollten einfach nach San Francisco weiterfliegen und wenn auch dort die Koffer nicht ankommen, sollten wir dann einen „Lost Baggage Claim“ aufgeben. In San Francisco war das Gepäck natürlich auch nicht da, und so wandten wir uns an den entsprechenden Northwest Airlines Schalter. Aufgrund der Aufgabescheine konnte festgestellt werden, wo das Gepäck gerade war und wann es zu uns ins Hotel geliefert wird.
Nur mit Handgepäck, was ganz angenehm war, holten wir unser Mietauto, Klasse „Intermediate“, gemietet um € 453 für 2½ Wochen von Alamo ab. Leider waren aufgrund der späten Uhrzeit - es war immerhin schon fast 23 Uhr - keine amerikanischen Autos mehr übrig, und so entschieden wir uns für einen Nissan Sentra.
Wir hatten drei Nächte im Holiday Inn Express Hotel & Suites in Pacifica, ca. 15 min vom Flughafen und eine halbe Stunde von San Francisco, reserviert. Ein fantastisches Hotel direkt am Meer, modern eingerichtete Zimmer und vor allem ein äusserst zuvorkommendes Personal. Beide Rezeptionisten kümmerten sich toll um unsere Koffermisere und koordinierten die Anlieferung mit dem lokalen Botendienst. Das Zimmer kostete pro Nacht inklusive Frühstück umgerechnet € 85.
Der erste Morgen in Pacifica – Ausgeschlafen und gestärkt mit Frühstück vom Buffet, jedoch mit Jeans vom Vortag und geschenktem T-Shirt von der Fluglinie, unternahmen wir einen Spaziergang entlang des Pazifik-Strandes in Richtung „Zentrum“. Dort kauften wir ein paar Toilettenartikel, Socken und Unterwäsche auf Kosten der KLM bei Safeway und bei ROSS. Am Weg zurück war der Strand schon etwas voller, es wimmelte nur so von einheimischen Surfern. An einem Vormittag unter der Woche. Zurück im Hotelzimmer warteten auch schon unsere Koffer auf uns und so konnten wir uns auf den Weg nach San Francisco machen.
San Francisco – Unser Auto parkten wir in der Hyde Beach Garage in der Nähe von Fisherman's Wharf. Diese Garage liegt zentral und ist nicht ganz so teuer wie die restlichen Stellplätze in der Stadt. Zu Fuss gingen wir dann zu Fisherman’s Wharf, wo gleich das erste Highlight auf uns wartete - die Boudin Bakery. Dort bestelte ich mir (natürlich, was sonst) „Clam Chowder in a Sourdough Bread Bowl“. Darauf hab ich schon lange gewartet. Ein Genuss. Meine Freundin hat es nicht somit Muscheln, und so entschied sie sich für ein leckers Crab Cake Sandwich. Wir sassen draussen im Gastgarten und waren im Urlaub angekommen. Sonnenschein, Meeresluft, gutes Essen, und all das gemeinsam mit einer tollen Frau geniessen … herrlich.
Anschliessend wanderten wir weiter zu Pier 39, dem touristischen Zentrum San Francisco’s, Von dort kann man aus nächster Nähe eine grosse Seelöwenkolonie beobachten (und riechen), Danach gingen wir weiter zur kurvenreichsten Strasse der Welt, der Lombard Street. Ich war ja schon mehrmals in San Francisco, und so fragte mich meine Freundin „Bist du da auch schon runtergefahren?“. Ich „Nein, das machen doch nur Touristen“. Sie: „Aber wir sind doch auch Touristen“. Ich: „Du hast eigentlich recht“. Ja eh … wo sie recht hat, hat sie recht. Und so gingen wir zur Garage zurück, ich programmierte mein TomTom One XL Navi und wir fuhren den Russian Hill rauf und die Lombard Street runter, und gleich weiter zu unserem nächsten Ziel – dem Coit Tower, einem Aussichtsturm auf dem Telegraph Hill.
Der Ausblick auf das spätnachmittägliche San Francisco war auch der Abschluss unseres ersten Tages in der Stadt. Wir machten uns dann auf den Weg in Richtung Hotel. Vorher jedoch stoppten wir noch beim Taco Bell am Strand von Pacifica und nahmen uns von dort ein paar Sachen ins Hotelzimmer mit.
Alcatraz – Am nächsten Tag ging’s auf die berühmte Insel. Unsere Tickets für Alcatraz hab ich bereits einige Tage vor dem Abflug organisiert. Eine Reservierung ist auch unbedingt zu empfehlen, um nicht enttäuscht dem Schiff nachwinken zu müssen. Auf der Insel angekommen buchten wir die Audio-Tour durch den Zellenblock. Man hängt sich eine Art Walkman um, setzt die Kopfhörer auf und folgt den Anweisungen. Die Führung ist mit Hilfe von Geräuschen und Aussagen ehemaliger Häftlingen hinterlegt. Damit kann man die Stimmung sehr gut nachempfinden, die im Gefängnis geherrscht hat.
Zurück in San Francisco war es bereits höchste Zeit für Lunch. Wir gingen in ein Lokal, dass ich schon von früher kannte – dem Fog City Diner. Und wir wurden nicht enttäuscht. Auch 6 Jahre nach meinem ersten Besuch (dieser war im September 2003) kann ich das Lokal immer noch schwerstens weiterempfehlen. Dungeness Crab Cakes, Bruchetta, Ahi Tuna Steak Sandwich, alles voll lecker. Mmmh! Nach dieser Stärkung fuhren wir mit der Strassenbahn und Cable Car in Richtung Chinatown.
Chinatown – Die Chinatown von San Francisco ist eines der grössten Chinesenviertel der USA. Allein der farbenfrohe und wuselige Charakter machen diesen Stadtteil so sehenswert. Aufgrund fehlender englischer Übersetzung und Nichtkenntnis der Schriftzeichen konnten wir viele Lebensmittel in den Geschäften nicht identifizieren, was aber vielleicht gar nicht so schlecht war. Manches schaute ziemlich ekelig aus. Wir waren nirgends essen, da wir noch so voll waren vom Mittagessen. Aber beim nächsten mal!
Später unternahmen wir noch einen Spaziergang entlang des Pier 39, und dort überfiel uns doch der kleine Appetit. So gingen wir zu Chowders und bestellten „White Clam Chowder“ und einen "Basket of Shrimp & Chips". Danach stoppten wir noch bei Mrs. Fields und nahmen uns für später im Hotel noch ein paar Cookies und Brownies mit. Im Hotelzimmer machten wir uns heisse Schokolade und liessen den Tag gemütlich vorm Fernseher ausklingen.
Die Abreise – 24. September 2009 – Wir hatten eine tolle Zeit in Pacifica und San Francisco, die moderne und komfortable Hotelausstattung, die Lage - abends hört man nur mehr das Meer rauschen, freundliches Personal, gutes Essen, interessante Plätze und Sehenswürdigkeiten. Perfekt. Einzig die Golden Gate Bridge haben wir noch nicht gesehen, denn diese war immer von Nebel umhüllt. Am Weg nach Muir Woods fuhren wir sogar über die Brücke, konnten aber in der Nebelsuppe absolut nichts erkennen. Auch von allen möglichen Aussichtsplattformen konnten wir keine Brücke erkennen.
Muir Woods National Monument – Am Weg zu unserem nächsten Ziel, dem Napa Valley, machten wir noch einen kleinen Umweg, um die letzten in der Region um San Francisco verbliebenen Baumriesen des Küstenmammutbaums (Redwood / Sequoia Sempervirens), der höchsten Baumart der Erde, zu sehen. Auf einem ca. einstündigem Rundweg erkundeten wir dieses herrliche Stück Wald bevor wir weiter in Richtung Küste fuhren. Dort kehrten wir gleich wieder um, denn von Küste war nichts zu sehen. Eine einzige Nebelsuppe. So musste der Besuch von Point Reyes auf einen der nächsten Urlaube verschoben werden, und es ging weiter in Richtung Napa Valley. |