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Lake Tahoe, California/Nevada
25. bis 27. September 2009
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Freitag, 25. September 2009 – Am Weg vom Napa Valley zum Lake Tahoe ging es auf der Interstate 80 teilweise ziemlich zäh voran. Freitagnachmittagsverkehr. Am späteren Nachmittag konnten wir dann endlich einen ersten Blick auf den Lake Tahoe werfen.

Die Zwillingsstädte „South Lake Tahoe“ (California) und „Stateline“ (Nevada) besuchte ich zuletzt im Mai 2005. Während der kalifornische Grenzort sich mit seinen teils im Blockhausstil errichteten Gebäuden in die wunderschöne Landschaft einzupassen versucht, bietet Stateline hauptsächlich nur riesige Hotel-Casinos die eher wenig in die Umgebung passen.  

Aufgrund der guten Bewertungen auf TripAdisor haben wir bereits fünf Monate im Vorhinein ein Zimmer im „Alpenrose Inn“ gebucht. Die Besitzerin, Hannah Conrad,  hat uns via eMail ein tolles Angebot gemacht – der „Rosegarden Raum“ für nur $ 99 pro Nacht.  Das Motel liegt sehr zentral und bietet ruhige, gepflegte und saubere Zimmer. Jedes dieser Zimmer ist auch individuell eingerichtet, da gibt es den „Rosegarden“ – das teuerste Zimmer in der Alpenrose, aber auch einen „English Tearoom“, einen „Black Forest Room“, ein Zimmer im toskanischen Stil „Camero Toscana“, usw. Für unter hundert Dollar ein vergleichbares Zimmer auf der kalifornischen Seite des Lake Tahoes zu bekommen ist unmöglich. Wir können die Pension Alpenrose jederzeit weiterempfehlen. Insgesamt blieben wir zwei Nächte.

Samstag, 26. September 2009 Nach einem ausgiebigen Frühstück bei Carrows mit leckern Pancakes und French Toast machten wir uns auf den Weg nach Virginia City, Nevada, einer Geisterstadt die zur Touristenattraktion geworden ist. Fast das gesamte Städtchen steht als „Historic District“ unter Denkmalschutz. Entlang der Hauptstrasse gibt es hölzerne Gehsteige, die von Saloon zu Saloon und von Souvenirshop zu Souvenirshop führen.

Auf den Weg dorthin fielen uns immer wieder Gruppen von Harley Davidson Fahrern auf, die in dieselbe Richtung wie wir fuhren. Je näher wir Virginia City kamen, desto voller wurden die Strassen mit Motorrädern. Der Grund? Just an diesem Tag fand in Virgina City das Bikertreffen „Street Vibrations 2009“ statt.

Um die 11000 grösstenteils Harley-Fans treffen sich alljährlich in diesem kleinen Städtchen inmitten des Nichts von Nevada. Wir konnten tausende Bikes bewundern, die mit viel Liebe und Raffinesse hergerichtet sind. Am Strassenrand standen auch viele Männer mit bunten Kettchen ("Beads") die sie den vorbeifahrenden Bikerinnen zuwarfen, die dann dafür auch fast immer ihre Oberweiten freilegten. Das Städtchen befindet sich an diesem Tag im Ausnahmezustand. Ein Erlebnis der besonderen Art.

Unser touristisches Programm war deshalb etwas eingeschränkt. Wir unternahmen jedoch einen kleinen Ausflug mit der Virginia & Truckee Railroad, einem liebevoll restaurierten Ausflugszug entlang einer landschaftlich reizvollen Bahnstrecke.

Wir machten uns danach wieder auf den Weg zurück nach South Lake Tahoe und gut dass wir unser Navi dabeihatten. Denn mittlerweile war die komplette Main Street und auch schon einige Seitengassen von der Polizei abgesperrt. Und wir parkten inmitten der „Action“. Dank des Navis konnten wir jedoch auf Schotterstrassen die Stadt wieder verlassen. Ein paar Kilometer weiter, in Washoe Valley, Nevada, machten wir eine kleine Pause in der Chocolate Nugget Candy Factory, bevor wir uns weiter auf den Rückweg machten.

In Lake Tahoe angekommen wollten wir noch eine Rundfahrt auf einem Raddampfer machen, nur leider war dieser schon komplett ausgebucht. Und es war auch schon die letzte Fahrt für diesen Tag. Schade, denn ich hätte meiner Freundin gerne die Emerald Bay gezeigt, ein regelrechtes landschaftliches Kleinod – im Sommer wie im Winter – welches 1969 zum „National Natural Landmark“ ernannt wurde. Stattdessen machten wir einen kleinen Spaziergang am Strand und genossen den Spätnachmittag auf einer der Parkbänke.

Zeit für Abendessen. Wir hatten Appetit auf Steak, und so fiel die Wahl auf die „Stateline Brewery“, welche sich direkt im Heavenly Village, dem Entertainment- und Shoppingkomplex in South Lake Tahoe befindet. Und es war eine gute Wahl. Von Vorspeise über die Hauptspeisen bis zu den Desserts – alles vorzüglich. Und dazu noch eine Flasche White Zinfandel vom Weingut Beringer im Napa Valley. Ein perfektes Dinner eben.

Sonntag, 27. September 2009 – Bevor wir aus dem „Alpenrose Inn“ auscheckten, ging’s noch zum Frühstücken bei IHOP – „International House Of Pancakes“. Das Lokal war zwar gesteckt voll, wir hatten aber Glück und mussten nur ein paar Minuten warten, bis wir einen Tisch und ein paar Minuten später unsere Teller mit aufgetürmten Pancakes bekamen. Lecker, lecker. Ein schöner Start in den Tag und ein perfekter Abschluss für unseren Besuch in Lake Tahoe.

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