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Paris, Frankreich
28. April bis 1. Mai 2007
Paris Fotos
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Günstige Flüge nach Paris gehen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Und so buchte ich unseren April/Mai-Wochenendausflug bereits Ende Dezember. Bei SkyEurope passten sowohl die Flugzeiten als auch der Preis - 141 Euro inkl. aller Steuern für Wien - Paris und retour.

Am Samstag, 28.04.2007 pünktlich um 18 Uhr startete unser Flug NE3302 nach Paris Orly Sud. Gegen 20 Uhr warteten wir bereits auf unseren Bus "Orlybus", welcher uns um 6 Euro pro Person zur Metrostation "Denfert-Rochereau" brachte. Dort angekommen kauften wir uns gleich zwei "Paris Visite" Karten für 3 Tage (EUR 18,60 pro Person), und verwendeten diese gleich für die Fahrt zu unserem Hotel "Ibis Paris Tour Eiffel Cambronne", gleich um's Eck von der Metro-Station Cambronne.

Die "Paris Visite" Karte für drei Tage war eine gute Investition, denn man kann mit ihr nicht nur unbegrenzt mit den Pariser Öffis fahren, sondern bekommt mit ihr auch bei vielen Attraktionen ermässigten Eintritt. Einzig bedenken sollte man, dass die Karte nicht 72 Stunden ab dem ersten Gebrauch gilt, sondern volle Tage. Das stellten wir aber leider erst an unserem letzten Tag in Paris fest, als das Drehkreuz bei der U-Bahn uns den Eintritt verweigerte. Wir hatten nämlich am Tag der Ankunft bereits unseren ersten Tag verbraucht. Naja, das nächste mal wissen wir es besser.

Unser Hotelzimmer befand sich im 8. Stock, von unserem Fenster konnten wir den Innenhof des Hotels und die Spitze des Eiffelturms sehen. Bis auf die Klimaanlage, die manchmal eigenartige Geräusche von sich gab, war das Zimmer absolut ruhig. Die Hotelrechnung für uns beide inkl. Frühstücksbuffet betrug 279 Euro. Für meine Standards ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Nach dem Check-In waren wir ziemlich hungrig, uns so schauten wir noch runter zum Place Cambronne, wo wir im Gastgarten des "Caffe Cambronne" Croque Monsieur und Croque Madame speisten. Am Tisch neben uns sass ein Paar aus Salt Lake City, dem ich sprachtechnisch etwas behilflich sein konnte. Die beiden wussten nicht, was "Die Rechnung bitte" auf Französisch heisst, und bekamen statt der Rechnung nochmals etwas zu Trinken. Wir unterhielten uns daraufhin über die Schönheiten von Utah, wie z.B. den Bryce Canyon und dem Zion National Park.

Am nächsten Morgen, oder besser gesagt kurz vor Mittag, gingen wir runter ins Hotel-Restaurant zum Frühstücks-Buffet. Frühstück wird bis 12:00 serviert - aber wer früher (so bis ca. halb 11) kommt, hat eine grössere Speisenauswahl. Später wird das Frühstück nicht mehr im Restaurant-Bereich serviert, sondern in einem kleinen Bar-Bereich. Mit eingeschränkter Auswahl.

Unser erstes Ziel für den Tag war der Eiffelturm, vor dem schon so circa 20 Millionen Menschen für Tickets angestellt waren. So entschieden wir uns für Plan B - eine einstündige Boots-Rundfahrt auf der Seine. Zurück beim Eiffelturm wieder dasselbe Bild - Millionen wollten den Turm rauf. Wir verzichteten vorerst mal drauf und begannen unsere Paris-Expedition mit Hilfe unserer Beine und der Pariser Metro. Übrigens Metro - in der Pariser U-Bahn wimmelt es vor mehr oder weniger (meistens weniger) begabten Künstlern, die dem Fahrgast ihre Kunst aufdrängen. Da gibt es unter anderem Puppenspieler und Typen mit Musikinstrumenten. Aber das schlimmste war das halbe Dutzend Afrikanerinnen, die mit Trillerpfeifen und Trommeln bewaffnet den Waggon stürmten und ein trommelfellzerfetzendes Spektakel abzogen, sodass wir unserem Hörvermögen zuliebe bei der nächsten Station den Waggon fluchtartig verliessen.

Am Abend begann es dann fürchterlich zu schütten, wobei das Verlassen der Metrostation Cambronne sorgfältige Planung erforderte. Denn durch die undichte Decke stürzte ein dichter Wasserfall und der Boden darunter war ein paar Zentimeter überflutet. Aber wir zwei schafften es doch, relativ un-aufgeweicht ins Hotel zu kommen. Dort holten wir uns dann einen Regenschirm und gingen nochmals runter auf den Place Cambronne, wo wir im "Le Royal Cambronne" zu Abend speisten. Naja ... ich hab schon bessere Thunfischsteaks gegessen.

Am nächsten Morgen strahlte wieder die Sonne, und wir zwei schafften es sogar, rechtzeitig zum "richtigen" Frühstücksbuffet zu kommen. Dann, so gegen 11 Uhr, machten wir uns auf die Reise ins Disneyland Paris. Bei der Metro-Station "Nation" kauften wir unsere RER-Karten nach "Marne-la-Vallée - Chessy". Die RER (Reseau Express Regional) ist die Pariser Schnellbahn. Und sie brachte uns in knapp einer halben Stunde zum Disneyland. Dort angekommen war schnell klar - wir hätten das Angebot der freundlichen RER-Dame am Ticketschalter annehmen sollen und auch gleich die Karten fürs Disneyland kaufen sollen. Denn vor Ort hiess es jetzt einmal - 1½ Stunden Anstellen für die Eintrittskarten.

Übrigens ist "Anstellen" die Hauptattraktion. Für 56 Euro pro Person - soviel kostet das "Parkhopper" Ticket für beide Parks - kann man den ganzen Tag lang nach Herzenslust sowohl im "Disneyland" als auch in den "Walt Disney Studios" in Metallabsperrungs-Labyrinthen Schlange stehen. Ich wollte so gerne wieder mal mit dem "Big Thunder Mountain" fahren, aber für die paar Minuten Fahrt sich 90 Minuten anstellen schien mir doch etwas übertrieben. Und die eine Stunde Wartezeit auf die "Studio Tram Tour" war eine Fehlinvestition. Ein Erdbeben, ein Regenguss, ein Tanklastwagen rutscht eine Böschung runter, fängt Feuer, und aus. Dann noch ein paar verlassene Filmsets mit etwas Krempel, eine Erdbeben-Szene mit viel Gerümpel und aufgestapelten Eisenbahnwaggons, dann noch ein paar alte Autos und auch Flugzeuge aus diversen Filmen, und vorbei ist die Fahrt.

Aber dennoch - obwohl wir nur drei Attraktionen schafften - war es ein schöner Tag im Disneyland. Wir traten so gegen halb 8 unsere Heimreise nach Paris an. Dort versuchten wir nochmals unser Glück beim Eiffelturm - wieder Millionen Leute. Und so spazierten wir halt entlang der Seine bis zum Louvre. Der Spätabend-Hungeranfall führte uns schliesslich zu "Au Trappiste" in der Rue Saint Denis, wo wir kurz vor Mitternacht exzellente Salate speisten.

Am 1. Mai, dem letzten Tag unserer Paris-Reise, checkten wir gegen Mittag aus und packten unsere Koffer in ein elektronisches Schliessfach im Hotel. Wir unternahmen nochmals einen Stadtrundgang und einen letzten Eiffel-Turm-Versuch (wieder vergeblich) und begaben uns am späteren Nachmittag wieder zum Flughafen. Dort wollte meine Begleiterin noch eines dieser leckeren knusprigen Baguettes mit Schinken und Käse verspeisen, doch leider konnten wir nach dem Security Check so etwas nicht mehr finden. Nur mehr Ciabattas mit Thunfisch oder "normale" Sandwiches. Naja ... im August 2007 ist ein einwöchiger Belgien-Trip mit dem Auto geplant, und von dort plane ich einen Tagesausflug nach Paris mit dem TGV. Dann werden wir - koste es Anstellen was es wolle - auf den Eiffelturm rauf fahren und danach ein knackiges Baguette verdrücken.

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